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POLARLICHT-REISEN 2013/14
Reisen zu den Wundern der nordischen Nächte
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Skandinavien (vor allem die nördlichen Teile), Nord-Schottland, Svalbard, Island, Grönland, Kanada, Alaska und Nordsibirien - das sind die Gebiete, wo normalerweise mit dem Auftreten von Polarlichtern zu rechnen ist. Dort, unter dem Polarlichtoval, kann man das Polarlicht sehr häufig, manchmal täglich, beobachten. Die tatsächliche Sichtbarkeit hängt in erster Linie von der Jahreszeit ab. Nördlich des 60. Breitengrades endet zwischen Mitte April und Ende August die Dämmerung nicht. Auf Svalbard scheint gar 4 Monate die Mitternachtssonne. Die "Polarlichtsaison" beschränkt sich somit auf das Winterhalbjahr, wo dann nördlich des Polarkreises die Sonne wochen- oder monatelang nicht aufgeht. Nur um die Mittagszeit wird es für einige Stunden dämmrig. Trotzdem sind nicht etwa die ganz dunklen Monate November bis Februar, sondern September, Oktober und März (bis Anfang April) die beste Zeit für eine Polarlichtreise. Statistiken zeigen nämlich, daß dies die Monate mit der größten Wahrscheinlichkeit für helle Polarlichtern sind. Warum das so ist, wissen auch die Experten noch nicht so ganz genau.
1. Das Reiseziel sollte möglichst oft im Bereich des Polarlichtovals liegen. Polarlicht über Island, aufgenommen von Matthias Dopleb während unserer Reise im September 2010.
Das Video gibt den visuellen Eindruck wesentlich besser wieder als Fotos oder daraus erstellte Animationen, welche i.d.R. eine zu starke Farbsättigung aufweisen. Ein ein-, besser zweiwöchiger Aufenthalt während der Monate Monate September, Oktober oder März im Nordosten Islands (s. Video oben) oder im östlichen Lappland wird folglich die besten Chancen bieten, Polarlichter zu sehen. Doch auch bei Hurtigruten-Reisen und in den Monaten November - Februar sind Teilnehmer unserer Reisen bislang nicht enttäuscht worden.
Bei klaren Himmel ist als Faustregel etwa mit der nachstehenden Polarlichthäufigkeit zu rechnen: In allen o.g. Regionen tritt im Durchschnitt etwa einmal pro Woche ein helles Polarlicht auf, um die Tag- und Nachtgleichen etwas häufiger als zwischen November und Januar. In den Jahren um das Maximum der Sonnenaktivität (etwa von 2012 - 2016) sind helle Polarlichter öfters zu erwarten als in den Jahren um das Minimum (s. auch nächstes Kapitel). |
DAS POLARLICHT - EIN KIND DER SONNEScheinbar gleichmäßig spendet uns die Sonne jahraus und jahrein ihr Licht. Astronomische Beobachtungen haben aber längst gezeigt, daß sie alles andere als ein ruhiger Stern ist. Vielmehr gleicht sie einem brodelnden Kessel, der ab und zu Dampf abläßt. Durchschnittlich alle 11 Jahre tut sie das besonders heftig. Auf ihrer Oberfläche zeigen sich dann zahlreiche Sonnenflecken. Man spricht deshalb auch vom Sonnenfleckenzyklus. Auf der Sonnenoberfläche gibt es aber zu allen Zeiten heftige Eruptionen, die bei einer totalen Sonnenfinsternis als Protuberanzen sichtbar werden. Neben lichtschnellen Röntgenstrahlen werden dabei auch elektrisch geladene Partikel - Protonen und Elektronen - ausgestoßen, die als Sonnenwind die Erde erst einige Tage nach einer Sonneneruption erreichen. Sie gelangen aber nun nicht einfach bis zur Erdoberfläche, sondern prallen auf das magnetische Feld, welches unseren Planeten umgibt. Das Magnetfeld wird unter dem Anprall der elektrisch geladenen Teilchen zusammengestaucht, und zwar da, wo es am schwächsten ist, nämlich in Äquatornähe. Die Partikel bewegen sich entlang der magnetischen Feldlinien zu den magnetischen Polen der Erde hin. Dabei dringen sie in die oberste, dünne Schicht der Erdatmosphäre, die Ionosphäre, ein, wo sie auf Gasmoleküle wie Sauerstoff oder Stickstoff prallen. Dadurch wird ihre Bewegungsenergie in Licht umgewandelt. Die Farbe des abgestrahlten Lichtes ist elementspezifisch. So strahlt z.B. Sauerstoff grünes oder rotes, Stickstoff violettes Licht aus. Unzählige gleichzeitig stattfindende Kollisionen von elektrisch geladenen Partikeln des Sonnenwindes mit Gasatomen der Erdatmosphäre führen zu der großflächigen Leuchterscheinung, die wir als Polarlicht wahrnehmen.
Je höher die Sonnenaktivität und je heftiger folglich der Sonnenwind ist, desto mehr wird das Magnetfeld der Erde zusammengestaucht. Eine starke Deformierung bewirkt, daß die elektrisch geladenen Partikel den Magnetfeldlinien folgend bereits weit entfernt von den Magnetpolen Kontakt zur Erdatmosphäre bekommen. Deshalb ist um das Maximum des 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus verstärkt mit Polarlichtern in niedrigen Breiten, z.B. auch in Mitteleuropa, zu rechnen. In polnahen Gegenden treten sie dann mit größerer Intensität in Erscheinung. Mehr zum Thema Polarlicht erfahren Sie im Infoportal auf Polarlichter.info. |
UNSERE REISEANGEBOTE ZUM POLARLICHT 2013/14Stand 9. Mai 2013
MIT DEM POSTSCHIFF ZUM POLARLICHT - SONDERREISE FEBRUAR 2014MIT DEM POSTSCHIFF ZUM POLARLICHT - SONDERREISE MÄRZ 2014
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REISEHINWEISEIn den nordischen Ländern muss man sich um seine Gesundheit prinzipiell keine großen Sorgen machen. Allerdings erwarten Sie insbesondere in Lappland arktische Temperaturen von weit unter -25° Grad (-40° sind im Januar / Februar möglich), die gefühlten Temperaturen können bei windigem Wetter noch weit unter den genannten Werten liegen. Hypothermie ist daher bei unzureichender Ausrüstung eine ernst zu nehmende Gefahr. Längere Ausflüge in die Wildnis sollten nur in organisierten Gruppen unternommen werden. Informationen zum Thema Hypothermie gibt es z.B. bei Onmeda.de. Einreise-Bestimmungen können sich immer mal wieder ändern, weshalb wir Ihnen dringend nahelegen, sich auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes zu informieren. Informationen zur SICHERHEITSLAGE in ihrem Reiseland erhalten Sie ebenfalls beim Auswärtigen Amt. Der Verlust einer teuren astronomische Ausrüstung ist durch eine normale Reisegepäck-Versicherung meist nicht abgedeckt. Inzwischen werden jedoch von Amateurastronomen, die beruflich als Versicherungsagenten tätig sind, spezielle Teleskopversicherungen angeboten. ![]() Astroversicherung Roland Altmann |
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